Vintage- und Retro Uhren der 50er-Jahre erleben derzeit eine Renaissance, die man kaum voraussagen konnte. Aber was prägte diese Zeit und wie sahen die Armbanduhren damals aus?

Wirtschaftswunderjahre: Der Zeitgeist der 50er

Die 50er-Jahre waren eine Zeit des Umbruchs in Deutschland. Der Krieg war zu Ende und man konzentrierte sich auf den Wiederaufbau. Und auch die Wirtschaft erholte sich rasant: Der Index des Bruttosozialproduktes stieg, die Industrieproduktion wuchs und die für den Export wichtige Investitionsgüterindustrie verzeichnete ordentliche Zuwächse. Der Grund für das Wachstum in dieser Zeit, welche auch als „Wirtschaftswunder“ bekannt ist, waren u.a. die Währungs- und Wirtschaftsreformen, die Exporterfolge aufgrund des internationalen Korea-Booms, Investitionen und viele hochqualifizierte und hochmotivierte Arbeitskräfte.

Durch die gute wirtschaftliche Lage und dem wachsenden Wohlstand strebten auch die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland wieder nach Luxus, Glück und Zufriedenheit. Die 50er waren aber auch eine Zeit der Gegensätze. Während die Eltern noch nostalgisch in der Vergangenheit schwelgten und den Kindern die alten Sitten und Tugenden vermittelten, rebellierte die Jugend. Durch die wachsende Wirtschaft gab es außerdem viele Innovationen und technische Fortschritte.

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Mode der 50er-Jahre

Diese Gegensätze machen sich auch in den verschiedenen Modestilen der 50er-Jahre bemerkbar. Man wollte einerseits Traditionen bewahren, aber andererseits auch moderne Entwicklungen und Trends ausprobieren und verwirklichen. Die Mode war farbenfroh und spiegelte auch den finanziellen Status ihrer Träger wider.

Die Männer trugen im Büro elegante Anzüge, in der Freizeit und beim Sport durfte es mit Hemd und Pullunder legerer zugehen. Die rebellische Jugend orientierte sich am Rockabilly-Stil von James Dean und Elvis Presley.

Tonangebend bei den Frauen war der von Christian Dior geprägte New Look. Wo es vorher entweder bauschige Kleider oder enge Bleistiftröcke gab, bestimmten nun figurbetonte Kostüme mit ausgestellten Röcken das Straßenbild. Abends erfreute sich das Cocktailkleid großer Beliebtheit. Edle Hüte und farblich aufeinander abgestimmte Pumps und Handtaschen vollendeten den Look der 50er-Jahre.

Typische Armbanduhren der 50er-Jahre: Klein, goldfarben, minimalistisch

Die Armbanduhren der 50er-Jahre waren elegant, schlicht, meist goldfarben und auf das Wesentliche reduziert: eine gut ablesbare Uhrzeit. Die minimalistisch gestalteten Zifferblätter waren gewölbt bzw. „bombiert“. Kombiniert wurden die gewölbten Zifferblätter mit gewölbtem Glas. Durch diesen Trick war es möglich die damals noch recht hohen Werke in relativ flache Gehäuse zu verbauen. Um den Abstand zwischen Zifferblatt und Glas noch weiter zu verringern und dadurch noch flacher bauen zu können, wurden oftmals auch die Zeiger aufwändig von Hand gebogen.

Die für diese Zeit charakteristische Wölbung verleiht den Armbanduhren der 50er-Jahre bis heute einen einzigartigen, besonderen Charakter. Zu dieser Zeit entstanden auch große Designklassiker, die heute bei Sammlern sehr beliebt sind und als Vintage-Uhren teilweise Mondpreise erzielen.

Weitere Armbanduhren der 50er-Jahre: Taucher- und Fliegeruhren im schlichten Design

Gleichzeitig wurden in den 50er-Jahren neben den oben beschriebenen Dress Watches auch andere Uhrenarten populär. Durch den technischen Fortschritt der Passagierflugzeuge und dem damit aufkommenden transkontinentale Reisen, entstand das Bedürfnis die Uhrzeit der verschiedenen Weltzeitzonen zu kennen. Dank Fliegeruhren mit GMT-Komplikation beispielsweise konnten Weltenbummler nun auf einen Blick sehen, wie viel Uhr es auf der anderen Seite des Globus ist. Mit der Breitling Navitimer wurde 1952 außerdem ein Flieger-Chronograph mit Rechenschieberlünette lanciert, der sich insbesondere an die Zielgruppe der Piloten richtete.

In den 50er-Jahren begann sich auch der Tauchsport zu verbreiten und Taucheruhren hatten damals vor allem die lebenswichtige Aufgabe die Tauchzeit zu messen, da es noch keine Tauchcomputer gab. Gleichzeitig war das Tragen einer Taucheruhr auch ein Statement, mit dem der Träger zeigen konnten, für welchen Sport er sich begeistert.

Hier zeigt sich, dass nicht nur die Kleidermode, sondern auch die Uhrenmode der 50er-Jahre von Gegensätzen beherrscht war. Während zum schicken Anzug die elegante Dress Watch getragen wurde, kamen beim Sport und auf Reisen Flieger- und Taucheruhren ans Handgelenk.

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Klassische Retro-Armbanduhren von Circula im Stile der 50er-Jahre

Unsere Circula-Uhrenkollektionen greifen das einzigartige Design der stilvollen, traditionell konstruierten Armbanduhren der 50er-Jahre wieder auf und nutzen gewölbtes Glas und gebogene Zeiger als bewusstes Stilelement sowie Hommage an die erste Circula von 1955. Circula-Uhren gibt es als Quarz–, Automatik– und Handaufzuguhr in unterschiedlichen Preisklassen. In jeder Kollektion gibt es dank verschiedenen Zifferblätter-, Gehäuse- und Armbandvarianten eine große Auswahl, sodass jeder seine Lieblingsuhr findet.

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