Woher kommen die Circula Vintage Uhrwerke von P.U.W.?

Unsere mechanischen Vintage Uhrwerke wurden in den 70er Jahren von der ‚Pforzheimer Uhren-Rohwerke GmbH‘ (P.U.W.) zu 100% in Deutschland hergestellt. Während der Quarzkrise hatte die Firma keine Verwendung für die auf Lager produzierten Einzelteile und vermachte Sie einem Uhrmacher, der zu dieser Zeit als Kurator tausende Uhrwerke zahlreicher Fabriken einsammelte. Da die Einzelteile nicht neu produziert werden, aber andererseits neuwertig und unbenutzt sind, spricht mach von NOS-Ware, für den Englischen Begriff ‚New Old Stock‘. Deshalb sind unsere Vintage Uhrwerke von P.U.W. streng limitiert, denn der Schatz ist endlich und wenn er aufgebraucht ist, gibt es keine neuen mehr. Außer natürlich der Menge, die wir für den Service zurückhalten. Denn die Uhrwerke sollen ein Leben lang oder länger halten.

Was macht ein Vintage Uhrwerk aus?

In erster Linie der historische Wert durch die einzigartige Geschichte und extreme Seltenheit. Aber auch, dass sie zu 100% in Deutschland gefertigt wurden, was es heute so nicht mehr gibt. Zudem waren Uhrwerke früher vor allem auf eines ausgelegt: lange und präzise Gangleistung, weniger auf Flachheit oder verzierende Schliffe, die eventuell auf die Funktion einen Einfluss haben könnten. Zum Einsatz kamen groß dimensionierte Unruhen und effiziente Aufzugsmechanismen, die eine gute Funktion über Jahre garantieren. Optisch sind die Werke ansehnlich, aber unverziert. Genfer Streifen, Perlage und blaue Schrauben, die wir heute mit Qualität verbinden, hatten hier noch nicht Einzug gehalten. Schliffe waren zu Beginn überhaupt nur in Taschenuhren dazu da, Staub auf den Brücken zu binden. Der optische Nutzen kam erst weit später auf.

Der beidseitige Aufzug unserer Automatikwerke ist einfach konstruiert und deswegen enorm robust. Während moderne Klinkenräder nach fünf bis zehn Jahren verschlissen sind, hält der Wippenwechsler hier ein Leben lang. Zudem ist der Aufzug sehr effizient. Mit 21.600 Halbschwingungen gehören unsere P.U.W. Werke zu den klassischen Werken, was sich vor allem in langen Wartungsintervallen niederschlägt. Davon können viele Werke heute nur träumen, denn je schneller die Hemmung arbeitet, desto kürzer fallen die Wartungsintervalle aus.

Dazu kommt auch der ökologische Aspekt, denn mit den historischen Uhrwerken werden bestehende Ressourcen nutzbar gemacht und ihrer ursprünglichen Bestimmung zugeführt.

Können Vintage Uhrwerke mit modernen Werken mithalten?

Unsere erfahrenen Uhrmacher bauen diese unbenutzten Schätze in Pforzheim aufwändig von Hand neu zusammen. Nach einer prophylaktischen Reinigung im Ultraschallbad montieren sie die Einzelteile, ölen dabei nach einem genauen Plan alle bewegenden Stellen mit einem Spezialöl und regulieren zum Schluss jedes Werk sorgfältig für präzise Ganggenauigkeit. Ein solches Lageruhrwerk, das frisch geölt und genau reguliert wurde, läuft innerhalb strengster Toleranzen und die Gangwerte liegen auf der elektronischen Zeitwaage in vergleichbaren Bereichen zu fabrikneuen Werken.

Text: Cornelius Huber