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20.06.2026

Jochen Benzinger

Meister des Guillochierens


Jochen Benzinger steht für eine Form der Uhrmacherkunst, die heute selten geworden ist. In seiner Pforzheimer Werkstatt entstehen guillochierte, gravierte und skelettierte Uhrwerke und Zifferblätter in Handarbeit. Seine Arbeiten wirken nicht industriell perfekt im anonymen Sinn, sondern tragen die sichtbare Handschrift eines Meisters. 
Guillochieren, Gravieren und Skelettieren gehören zu den anspruchsvollsten dekorativen Techniken der Uhrmacherei. Bei Benzinger sind sie keine bloße Verzierung, sondern Ausdruck einer tiefen handwerklichen Haltung.

Handarbeit auf historischen Maschinen


Was seine Arbeit besonders macht, ist der direkte Kontakt zwischen Auge, Hand, Werkzeug und Material. Beim Guillochieren führt nicht ein Computerprogramm das Muster aus. Der Guillocheur steuert Druck, Rhythmus und Bewegung selbst. Jede Linie entsteht durch Erfahrung, Konzentration und Gefühl. 
Jochen Benzinger nutzt dafür historische Maschinen und Werkzeuge, die teils mehr als 100 Jahre alt sind. Genau diese Verbindung aus altem Werkzeug, ruhiger Hand und modernem Anspruch macht seine Arbeiten so unverwechselbar.  

Von Pforzheim in die Welt


Pforzheim ist seit Jahrhunderten eng mit Schmuck, Uhren und feinmechanischem Handwerk verbunden. In dieser Tradition arbeitet auch Jochen Benzinger. Seine Werkstatt steht für eine Kunst, die im Zeitalter industrieller Serienfertigung selten geworden ist. 
Nach Angaben seiner eigenen Website gestaltet Benzinger nicht nur Unikate für private Kunden, sondern auch limitierte Editionen für bekannte Marken wie IWC, Sattler, Glashütte Original oder Chronoswiss.  

Die Zusammenarbeit mit CiRCULA


Für die CiRCULA Facet Guilloche LE hat Jochen Benzinger ein besonderes Zifferblatt gefertigt: echtes Sterling Silber, handguillochiert in Pforzheim auf einer Rundzugmaschine aus dem Jahr 1900. Die Edition war auf nur sieben Stück weltweit limitiert und entstand zum 70-jährigen Jubiläum von CiRCULA.  
Das gewählte Moiré-Muster läuft sanft auf das Datumsfenster zu und verweist auf die drei Flüsse Enz, Nagold und Würm, die in Pforzheim zusammenfließen. So verbindet das Zifferblatt regionale Herkunft, Handwerk und gestalterische Symbolik.  

Warum echte Handarbeit anders wirkt


Ein handguillochiertes Zifferblatt lebt vom Licht. Je nach Blickwinkel erscheinen Muster, Tiefe und Reflexe immer wieder anders. Diese Lebendigkeit lässt sich nur schwer imitieren. Moderne Verfahren können sehr präzise sein, doch die Wirkung einer von Hand geschnittenen Linie ist anders: Sie besitzt Tiefe, Spannung und eine subtile Unregelmäßigkeit, die dem Objekt Charakter gibt. 

Fazit


Jochen Benzinger ist kein Uhrmacher im gewöhnlichen Sinn, sondern ein Bewahrer seltener Handwerkstechniken. Seine Arbeiten zeigen, dass eine Uhr mehr sein kann als ein präziser Zeitmesser. Sie kann auch Träger von Geschichte, Geduld und handwerklicher Kultur sein. Gerade deshalb passt seine Arbeit so gut zu Pforzheim – und zu einer Marke, die Herkunft und Zukunft miteinander verbinden möchte.